Bericht: Dale Watson

Dale Watson verwandelte das Four Corners in einen texanischen Honky Tonk.

Wenn sich Dale Watson mit seiner Band, den Lone Stars, alle paar Jahre über den großen Teich begibt, steht für ihn in Deutschland ein Club mit Sicherheit immer auf dem Programm: Das Four Corners im bayerischen Untermeitingen. So auch am gestrigen Sonntag, den 30. Oktober 2016. Fast schon zu Hause fühlt sich der Wahl-Texaner dort mittlerweile, kennt das Wirts-Paar Marianne Theil und Bill Wallace und viele der Gäste, die die original amerikanische Küche, vor allem jedoch die exzellente Auswahl an Live-Musik an den Wochenenden schätzen.

Der charismatische Sänger hat nicht einfach "nur" Fans. Auch zu Hause in den USA ist Dale Watson eine Persönlichkeit, die andere nicht nur durch sein Können auf der Bühne anzieht, sondern auch durch seine offene, humorvolle Art, Menschen zu begegnen. Er erinnert sich oft nach Jahren an Gesichter und sogar Namen, gibt sich nicht distanziert oder zeigt jemals Allüren. So war klar, dass er bereits in den Tagen zuvor bei seinen Konzerten in den Niederlanden und in Belgien von vertrauten Fans und Freunden empfangen worden war. Selbiges galt auch am Sonntag im Four Corners, wohin erwartungsvolle Dale Watson-Anhänger aus ganz Süddeutschland, aus Thüringen oder sogar Österreich angereist waren. Wobei, wie Dale Watson später in der Show scherzte, der Weg nach Untermeitingen von überall her weit sei. Das Publikum bei seinen Shows unterscheidet sich immer ein wenig von üblichen Country-Konzerten, spricht der von Dale Watson als "Ameripolitan" definierte Stil doch breit gefächert auch solche an, die auf Rockabilly oder generell auf alles stehen, das irgendwie experimentell und anders ist. Dale Watson passt in kein Begriffssystem. Fakt ist, der Mann macht süchtig, denn viele der Konzertgänger am Sonntagabend hatten ihn bereits mehrmals zuvor erlebt. Darunter auch einige Musiker der nationalen Country-Szene.

(Vollständigen Bericht vom Konzert auf CountryMusicNews.de lesen)